Wenn Frank Sinatra, Nat King Cole, Sammy Davis jr. oder deutsche Unterhaltungskünstler der 50er und 60er Jahre ihre unvergessenen Klassiker sangen, Platten produzierten oder auf Tournee gingen, wurde sie von den größten Big Bands ihrer Zeit, von Tanzorchestern mit ausgefeilt üppiger Besetzung begleitet. Namen wie Count Basie, Billy May, Kurt Edelhagen oder Bert Kaempfert tauchen auf.
Große Streicherbesetzung für die gewisse Portion "smoothness", das sanft Fließende, Brass-Instrumente für die Strahlkraft, Drums als Garanten für einen unnachahmlichen Rhythmus, der Jahrzehnte später nach der Ära der Tanzorchester noch nachswingt. Und genau diese Mischung ist es, die den Charme ausmacht, die zum Mythos und seiner Unvergänglichkeit beiträgt. Von den Arrangements dieser Zeit ist - außer den Platten und Erinnerungen - wenig erhalten. Notenmaterial, das wohlgehütete Geheimnis des Erfolgs, wurde oftmals vernichtet.
Was das Orchester Hans Leonhardt hervorzaubert, ist daher ein Revival der besonderen Art. Ein Titel nach dem anderen entsteht auf raffinierte Art neu, und zwar im doppelten Sinne: Orchestergründer Hans Leonhardt adaptiert direkt von den legendären Platten und schreibt Titel wie "New York, New York", "The Lady is a Tramp", "Spanish Eyes" und andere Klassiker jener Zeit als Partitur neu auf.